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Müttergenesungswerk · Jahreskampagne 2026: Mütter auf die Eins!:Care-Manifest: Ihre Stimme zählt!

Unser Care-Manifest enthält sieben konkrete Forderungen – nach mehr Anerkennung von Sorgearbeit, einem nationalen Gesundheitsziel für Sorgearbeit Leistende sowie Prävention und Investitionen in die Gesundheitsversorgung
Datum:
Veröffentlicht: 15.9.26
Von:
Claudia Suck

Es ist Zeit zu handeln Sorgearbeit hält unsere Gesellschaft am Laufen. Sie ist unverzichtbar. Zeit, dass sie auf die politische Agenda gesetzt wird

117 Milliarden Stunden unbezahlte Sorgearbeit werden jedes Jahr in Deutschland geleistet – fast doppelt so viel wie das gesamte bezahlte Erwerbsarbeitsvolumen. Frauen leisten dabei täglich 79 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. (Quellen: Destatis, WSI, Prognos 2024).

Die Belastung bleibt nicht ohne Folgen:

7 von 10 Eltern in Deutschland sind erschöpft oder ausgebrannt. Seit 2019 ist dieser Anteil um 15 Prozentpunkte gestiegen. Auch depressive Symptome haben deutlich zugenommen – von 22 auf 40 Prozent innerhalb von fünf Jahren. (Quellen: KKH-Studie, Forza, Pronova BKK, Haufe Frauengesundheit).

Auch bei der gesundheitlichen Versorgung zeigt sich eine enorme Lücke:

Jede vierte Mutter in Deutschland benötigt eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. In den Vorsorge- und Rehakliniken des Müttergenesungswerks können derzeit jährlich nur rund 55.000 Erwachsene und 71.000 Kinder versorgt werden. (Quellen: MGW-Datenreport, MGW-Stellungnahme Bundeshaushalt 2026)

Sorgearbeit braucht Politik

Mit unserer Jahreskampagne „Mütter auf die Eins!“ und dem Care-Manifest machen wir Sorgearbeit sichtbar und geben den Menschen, die diese Gesellschaft tragen, eine politische Stimme. Im Herbst 2026 übergeben wir das Manifest an die Politik.

Jede Unterschrift zählt

Unterzeichnen auch Sie das Care-Manifest und setzen Sie ein Zeichen. Damit Sorgearbeit Leistende endlich die politische Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen, die sie verdienen.